Viele Kunden fragen sich vielleicht, ob 3D-Drucker mittlerweile massentauglich geworden sind. Auf der letzten CES sah dies noch so aus, jedoch sind auf der  IFA in Berlin leider nur wenige Hersteller erschienen. Noch immer scheinen diese Drucker eine Randerscheinung auf den Messen zu sein. Wer diese wenigen 3D-Drucker Hersteller mit ihren Ständen besuchen möchte, muss etliche Meter zurücklegen.

Die meisten 3D-Drucker Hersteller verteilen sich über das gesamte Messegelände und sind sowohl im Bereich Home Entertainment zu finden, als auch im Bereich Technology & Components. Andere sind bei den Resellern angesiedelt. Während einige 3D-Drucker Hersteller selbst ihre neuesten Modelle ausstellen, schicken andere ihre deutschen Vertriebspartner.

3D-Drucker von 3D Systems

Auf der diesjährigen IFA zeigte 3D Systems in der Halle 17, Stand 110 zwei neue 3D-Drucker. Hierbei handelte es sich um die Modelle Cube 3 und CubePro Trio. Erstmals wurden diese Modelle auf der CES im Januar vorgestellt.

Der kleinere Cube 3 ist für etwa 1.000 Euro erhältlich und zielt mit seinem offenen Gehäuse und zwei proprietäre Kunststoff-Materialkassetten auf Privatanwender.

Das Modell CubePro Trio ist dagegen für 2.800 Euro erhältlich und ist mit drei Materialkassetten erhältlich. Es richtet sich in erster Linie an ambitionierte Nutzer und Profis.

Matrix bietet monochrome 3D-Drucker an

In der TecWatch-Halle 11.1 bietet am Stand 12 der noch relativ neue Hersteller Hilltecks Distribution aus Frankreich verschiedene 3D-Drucker an. Unter dem Markennamen Matrix werden verschiedene monochrome 3D-Drucker vorgestellt, aber auch Druckmaterial und 3D-Scanner.

Mit seiner offenen Bauweise erinnert der PLA-Drucker Neo 1, der für rund 900 Euro angeboten wird, an den älteren 3D-Drucker Up!, der unter anderem auch als Afinia im Handel angeboten wird. Im Gegensatz zum Up! ist der Neo 1 mit einem modernen Touchscreen ausgestattet.

In geschlossener Bauweise präsentieren sich die Hillteck-Eigenentwicklungen FDM-i1S und FDM-i2S. Sie unterscheiden sich nur in der Breite des Druckbetts, welches 15 bzw. 25 beträgt. Beide Drucker arbeiten mit ABS oder PLA. Der i1S ist für etwa 1.100 Euro erhältlich, der i2S kostet rund 1.200 Euro.

Unter dem Markennamen Matrix werden für Industriekunden aber auch ABS-3D-Drucker in geschlossener Bauweise angeboten.

Ein Beispiel stellt der FDM35-1515 dar. Entsprechend seiner Kennzeichnung kann dieser Drucker in einer Größe von 15 x 15 cm und einer Höhe bis 35 cm entsprechende 3D-Körper produzieren. Hierzu können die notwendigen 3D-Ganzkörperscans bequem mit dem ebenfalls von Matrix angebotenen Scanner SCAN-1X erstellt werden. Der Scanner kostet jedoch rund 9.500 Euro.

Durchschnittlich drei bis vier Minuten müssen die Objekte auf einem Drehteller stehenbleiben. Der Scanvorgang erfolgt mithilfe einer Kinect-ähnlichen 3D-Kamera, die vom Hersteller Primesense Carmine stammt. Skanect wird hier als Scansoftware genutzt.

Pearl 3D-Drucker

Die bekannte Elektronikvertriebsgesellschaft Pearl ist auf der IFA in der Halle 7.2c am Stand 101-19 vertreten gewesen. Pearl stellte hier den Nachfolger des EX1-Basics vor, der leider im letzten Jahr nach einem Test der Zeitschrift c´t nicht überzeugen konnte. Der Nachfolger EX2-Basics wurde komplett neu konstruiert und ähnelt dem Replicator 2x von MakerBot. Ebenso setzt Pearl nun auf die neue 3D-Open-Source-Software ReplicatorG.

Besonders interessant ist, dass dieser Drucker zwei unterschiedliche Materialien gleichzeitig verwenden kann. Er arbeitet nicht nur mit ABS und PLA, sondern auch mit einem Filament aus High-Impact-Polysterene. Hiermit lassen sich sehr feine 3D-Modelle erstellen, die zwecks Verfeinerung noch mit einem Lösungsmittel ausgewaschen werden können.

Den EX2 soll es Anfang November zu einem Preis von 900 Euro geben. Gegen einen kleinen Aufpreis erhält der Kunde nicht nur eine 3D-Designsoftware, sondern auch ein 3D-Scanprogramm, welches in der Lage ist, 3D-Modelle aus einem Foto zu berechnen. Digitalfotografen können sich hierüber freuen. Leider hat es sich nicht bestätigt, dass der neue EX2 mit einem Gehäuse vom Designer Luigi Colani ausgestattet ist.

Die weiteren Highlights

In Halle 25 am Stand 150 zeigte der taiwanische 3D-Drucker Hersteller XYZ Printing seine 3D-Drucker, wobei das ältere Modell 1.0 bereits für 600 Euro zu haben ist. Es werden aber auch noch andere Modelle aus der Da Vinci-Serie vorgestellt.

  • Der Da Vinci 2.0 Duo druckt mit zwei Materialien und kostet 750 Euro.
  • Der Da Vinci 1.1 verfügt über ein Touchscreen-Display und kostet etwa 800 Euro.
  • Für 900 Euro gibt es den Da Vinci 2.1, der drahtlos über Wlan betrieben werden kann.
  • Ebenfalls für 800 Euro ist auch der Da Vinci 1.0 AiO erhältlich.

Das Einsteigermodell besitzt einen integrierten 3D-Scanner.

In der Halle 11.1 am Stand 13 werden vom Distributor iGo 3D die 3D-Drucker Beeverycreative und Ultimaker vorgestellt. Ebenso ist hier auch der 3D-Stift 3 von Doodler zu finden. In der Halle 17 am Stand 100 präsentiert der bekannte Zubehörlieferant Verbatim, der einst mit der Herstellung von Computerdisketten bekannt wurde, verschiedene 3D-Filaments aus PLA und ABS für etwa 40 Euro die Kilo-Spule an.

Neu ist, dass hier auch ein elastischer Kunststoff mit Namen Primalloy angeboten wird, der den Einsatzbereich von 3D-Drucker wesentlich erweitert.

 

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Markus

Mein Name ist Markus und ich bin einer von vielen fleißigen Mitarbeitern bei TonerPartner. Seit einiger Zeit schreibe ich für den Blog und wünsche Ihnen viel Vergnügen mit den Beiträgen. Natürlich freue ich mich über Anregungen, Kritik, Lob, Ergänzungsvorschläge und Weiterempfehlungen.
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